Martins feine Geister

Martins feine Geister

Whisky, Whiskey und andere Spirits

Der Schwerpunkt des Blogs wird bei den Whisky Tastings-Notes liegen,
aber auch Informationen und News aus der Welt der feinen Geister werden nicht zu kurz kommen.

Lagavulin 12 Jahre Special Release 2015

Single Malt WhiskyPosted by Martin Tue, October 31, 2017 11:18:56

Lagavulin ist eine der Brennereien von Diageo. Die Lugavulin Distillery wurde von John Johnston und Archibald Campbell im Jahr 1816 gegründet. Aber Aufzeichnungen zeigen, dass an diesem Standort seit 1742 illegal gebrannt wurde. Die Brennerei liegt an einem natürlichen Hafen am Südufer von Islay, etwa auf halbem Wege zwischen Laphroaig und Ardberg. Sie ist eine der am häufigsten ausgezeichnete Single Malt Brennereien auf der Insel Islay, was z.B. vier aufeinander folgende Doppelgoldmedaillen bei der San Francisco World Spirits Competition zeigen.

Der Standard Lagavulin ist ein 16 jähriger Single Malt. Doch zur Jahrtausendwende begann Diageo mit der Produktion von Classic Malt Sonderabfüllungen. Der Lagavulin 12 Jahre Special Release 2015 ist aus dieser Serie. Diese Sonderabfüllungen kommen so gut an, dass sie jedes Jahr neu aufgelegt werden. Der 12 Jährige ähnelt der Standardabfüllung in seinem rauchigen Islay-Stil, wird aber in Fassstärke geliefert – in diesem Fall 56,8% vol.

Verkostungsnotizen für den Lagavulin 12 Jahre Special Release 2015

Farbe: Bernstein

Aroma: Rauch und Menthol mit warmem Zitronenhonig und Meeresaroma

Geschmack: Kräftig, rauchig, salzig und erdig

Abgang: Lang, trocken und torfig

Ein richtiger „Kracher“ in Fassstärke der eine Sonderabfüllung Absolut rechtfertigt. Allein der Preis (rund 100.- €) verhindert in diesem Fall eine bessere Bewertung so dass er von mir ein SEHR GUT bekommt.

Wenn Du dir selbst ein Bild von diesem Whisky machen möchtest und nicht gleich eine ganze Flasche kaufen willst bekommst Du hier ein Sample.

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Isle of Jura Tastival /2015

Single Malt WhiskyPosted by Martin Fri, October 13, 2017 18:41:38

Eine Insel, ein Malt, achtzehn Jahre und eine tolle Feier sorgen für ein einmaliges Scotch Whisky-Erlebnis.

Die Distillerie wurde 1810 auf der Isle of Jura, nordwestlich der Insel Islay, gegründet. Wie in vielen anderen schottischen Destillerien durchlief Jura in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einige Höhen und Tiefen. Erst 1960 gründeten Robin Fletcher und Tony Riley-Smith die örtliche Brennerei neu und führten größere Destillierapparate ein, mit denen Jura eine breitere Mischung von Malts herstellen konnte. Die Whiskys von Jura sind genauso einzigartig wie die Insel - einige sind leicht getorft, andere haben ein eher schwerfälliges Profil.

Die Diurach (wie die Jura-Leute sich nennen) haben einen offiziellen Feiertag ... das Whisky-Festival, das jedes Jahr Ende Mai stattfindet. Die Jura-Destillerie zieht alle Register, um für diese Veranstaltung eine spezielle Charge Whisky zu kreieren: The Tastival. Jede Special Edition Tastival Whisky hat eine begrenzte Menge und was nicht konsumiert oder gekauft wird, wird durch Fachgeschäfte und Einzelhändler angeboten. Für das Jahr 2015 lag die Anzahl der Flaschen bei 3750 Stück.

Wo andere Destillerien teure Promotionen von Marketing-Fachleuten und teuren Agenturen erstellen lassen, spezielle Dekanter auf den Markt und Prominente in die Werbung bringen, um die Gewinnmargen und die Aufmerksamkeit der Social Media Kanäle auf sich zu ziehen, konzentrieren sich die Leute von Jura auf den Whisky und planen diese Dinge Jahrzehnte im Voraus. Der Tastival 2015 wurde im Jahr 1997 destilliert und ist 18 Jahre alt.


Wenn man denkt man kennt schon alles wird man schnell eines Besseren belehrt. Für diese herrliche Abfüllung wurde der traditionelle Whisky aus dem Ex-Bourbon-Fass im exklusiven Weinfass von Bouvet Ladubay im Loire-Tal verarbeitet. Der Whiskey ist etwas süßer, leichter, fruchtiger und aromatischer ... fast knackig ... mit einem langen Abgang von getrockneten Birnen und Marzipan. Gut gemacht Diurachs ... gut gemacht!


Verkostungsnotizen für den Jura Tastival /2015

Farbe: Mittlerer Bernstein mit Kupfer
Aroma: Schwarze Kirschen und Birnen mit einem Hauch Ingwer
Geschmack: Mehr schwarze Kirschen und Ingwer mit etwas Lakritze und Schokolade
Abgang: Getrocknete Birnen und Marzipan mit knackiger, angenehmer Süße

Dies ist ein einzigartiger Whisky. Etwas ganz besonderes, zunächst etwas ungewöhnlich, aber mit der Zeit und dem Kennenlernen wird dieser Whisky ansprechend und ansprechender. Es gibt schöne Fruchtnoten und eine schöne Wärme bis zum Ende. Anders lecker. AUSGEZEICHNET



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Talisker Neist Point

Single Malt WhiskyPosted by Martin Thu, October 12, 2017 22:24:21

Die Talisker Distillery befindet sich in Carbost, einem Dorf auf der Isle of Skye. 1830 gründeten zwei Brüder, Hugh und Kenneth MacAskill, die Brennerei. In all diesen Jahren ist die Destillationsmethode von Talisker unverändert geblieben. Als die gesamte Destillerie im Jahr 1960 abbrannte, bauten sie alles wieder detailgetreu auf.

Talisker gehört heute Diageo, wird aber von United Distillers betrieben. Diese Jungs machen eine gute Arbeit und halten den Einfluss von Diageo vom Malt fern. Noch ist Talisker die einzige Destillerie auf der Isle of Sky, die eine breite Palette an Inselwhiskys, medium peated Single-Malts und Wood-Finish Whiskys herstellt. Dieses abgelegene Stück Land liegt an der westlichen Spitze Schottlands, im Atlantischen Ozean, mit den imposanten Cuillin-Hügeln im Hintergrund. Es ist gelinde gesagt malerisch.

Heute habe ich den Talisker Neist Point verkostet, Talisker´s neueste Abfüllung, benannt nach der malerischen Landzunge am westlichsten Ufer der Insel. Durch die Verwendung einer Vielzahl von Talisker's feinsten und seltenen Fässern unterschiedlichen Alters bietet dieser Dram ein außergewöhnliches Erlebnis für alle Fans. Dieser Single Malt wird mit 45,8% vol. abgefüllt und ist normalerweise nur im Duty Free Handel erhältlich, er hat keine Altersangabe. Einige von Euch könnten die Stirn runzeln, weil die Flasche nur einen Namen und keine Jahresangabe trägt, aber Ihr können Euch darauf verlassen, dass dieser Dram durch und durch erstklassig ist.

Dieser Whisky ist mehr als nur Experiment, Forschung oder Innovation. Die komplexe Kombination von jüngeren und älteren Fässern aus verschiedenen Hölzern offenbart ein wirklich einzigartiges Geschmackserlebnis. Genau darum geht es bei NAS-Abfüllungen. Am Ende ist es der Geschmack das was zählt. Vielfalt ist des Lebens Würze. Und wir die Qual der Wahl.

Verkostungsnotizen für den Talisker Neist Point

Farbe: Goldener Bernstein

Aroma: Karamell, Vanille, Rauch

Geschmack: Zimt, Schokolade, Meersalz

Abgang: Lang, süß und rauchig

Kein klassischer Talisker und deutlich süßer wie z.B. der 10 jährige, dafür mit sehr viel mehr Aroma. Einzig allein das Preis-/Leistungsverhältnis, er kostet ca. 85.- €, sorgt dafür das er nur ein SEHR GUT erhält.


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Gordon & MacPhail - Bunnahabhain 2004 MacPhails Collection

Single Malt WhiskyPosted by Martin Tue, October 10, 2017 19:00:17

Die Bunnahabhain Distillery wurde 1881 von den Greenlees Brothers auf der Insel Islay erbaut. Während die meisten Brennereien ihre Geschichte bis ins kleinste historische Detail beschreiben, spricht Bunnahabhain nicht viel über die Vergangenheit. Der Großteil des guten Rufes wird heute Ian MacMillan, dem Master Distiller, zugeschrieben.

Unter Ian's Anleitung hat sich Bunnahabbain von einer produktionsorientierten Destillerie zu einer qualitätsorientierten Brennerei gewandelt. Heutzutage ist die Kalt-Filterung tabu, auch die Färbung des Whiskys ist verpönt. Abgesehen davon ist Bunnahabhain vor allem ein Islay-Single Malt und das bedeutet Rauch. Einige Abfüllung sind sehr torfig, andere eher süßer.

Dieser Widerspruch ist auch bei dem Bunnahabhain 2004 aus der MacPhails Collection zu spüren. Obwohl das Etikett "heavily peated" sagt, gehe ich davon aus, dass er deutlich milder ist, verglichen mit einigen anderen Islay-Heavy Torfmonstern. Der Whisky ist Teil von Gordon & MacPhails Kampagne "The Wood Makes the Whisky". Die Kampagne konzentriert sich auf den Einfluss des Fasses auf den Geschmack des Drams.

Der Dram reifte 8 Jahren in refill Sherry Butts. Das Endergebnis ist ein eleganter, ausgewogener Whisky. Es ist alt genug, um sein Potenzial und seine Persönlichkeit zu offenbaren, aber jung genug um nicht protzig zu sein. Man kann die Eiche, das Salzwasser und den Torf spüren, aber er erschlägt dich nicht mit seiner Intensität. Wenn man nach einem Zugang in die Welt der Islay Whiskys sucht, ist dies ein wunderbarer Dram um damit zu beginnen.

Verkostungsnotizen für den Gordon & MacPhail - Bunnahabhain 2004 MacPhails Collection

Farbe: Helles Gold

Aroma: Vanille, Schokolade, Malz

Geschmack: Birne, Zimt, Eiche

Abgang: Mittel lang und bittersüß

Er ist kein klassischer Islay Malt, zumindest was den Torf angeht. Aber die schöne Süße gepaart mit dem mediterranen Charakter bringen ihm die Bewertung: AUSGEZEICHNET


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Bowmore - Tempest VI

Single Malt WhiskyPosted by Martin Mon, October 09, 2017 17:37:54

Die Bowmore Distillerie ist eine der ältesten in ganz Schottland und liegt auf der Isle of Islay, am Ufer der westlichen Küste. Das Meer gibt ihm seinen berühmten Charakter, der in Kombination mit Torf einen der bekanntesten Aromen der Whisky-Welt hervorbringt.

Die Techniken, die Bowmore benutzt, sind seit Jahrhunderten gleich geblieben. Das Wasser, das sie benutzen, ist vom angrenzenden Laggan Fluss, der Ofen wird mit Islay Torf beheizt und sie benutzen noch die traditionelle hölzerne Malzschaufel, um die Gerste zu drehen.


Islay ist etwas Besonderes. Seit Jahrhunderten war alles was sie hatten die örtliche Gerste, klares Quellwasser, gestochenen und getrockneten Torf um ihre Häuser zu heizen und das Meer. Wenn du das alles nimmst und in ein Fass bringst, bekommst du einen Bowmore ... einen Whisky, der stark an Gerste, Torf und das Meer erinnert.

Die Bowmore Tempest Editionen sind limitierte Abfüllungen in kleinen Batches die mit besonderer Sorgfalt und Überlegung in-first-fill ex-Bourbon-Fässern gereift werden. So erhalten alle Tempest-Abfüllungen einen größeren Anteil von der Süße und der Vanille die diese Fässern mit sich bringen. Bowmore gibt jedes Jahr einen neuen Tempest heraus und dieser ist hat Batch-Nummer 6. Da es sich hier um kleine Batches handelt, gibt es Unterschiede, die man auch schmecken kann.

Die Tempest-Editionen werden in Fass-Stärke abgefüllt, und jeder Batch hat unterschiedliche Alkoholstärken. Der Tempest 6 kommt mit 54,9% und kann gerne einen Tropfen Wasser vertragen. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf tropischem Frucht Charakter. Warum? Wer weiß! Bowmore Tempest VI ist definitiv ein Islay Single-Malt, also ist auch der Torf da.


Verkostungsnotizen für den Bowmore - Tempest VI

Farbe: Dunkles Gold
Aroma: Vollgepackt mit tropischen Fruchtnoten
Geschmack: Torf und tropischen Frucht
Abgang: Lange und süß mit Beerenfrüchten

Wer mich kennt weiß das ich nicht wirklich ein Freund von Bowmore bin, auch wenn ich schon so einige, auch von unabhängigen Abfüllern, verkostet habe. Für mich haben sie immer zu viel Mainstream, so als ob sie es allen recht machen wollen. Mir fehlen da generell die „Ecken und Kanten“. Aber dieser Bowmore ist überraschend gut. Die Fassstärke bekommt ihm wirklich und die Auswahl der Fässer mit Schwerpunkt auf den tropischen Früchten ist gut gelungen. Der Tempest VI hat sich ein AUSGEZEICHNET redlich verdient.

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The Glenrothes Manse Reserve

Single Malt WhiskyPosted by Martin Mon, September 25, 2017 15:22:27

Im Jahre 1879 wurde die Glenrothes Distillery von James Stewart in der Nähe des Burn of Rothes in der Speyside gegründet. James arbeitete auch in der nahe gelegenen Macallan Distillery und er brachte das Wissen das er dort sammelte in sein neues Unternehmen ein. Die Glenrothes Distillery hat im Laufe der Jahre immer wieder Pech gehabt. Das Sill-Haus wurde im Jahre 1896 durch ein Feuer und im Jahre 1903 durch eine Explosion jeweils stark beschädigt . Im Jahre 1922 führte ein Feuer im Warehouse Nr. 1 zum totalen Verlust des Gebäudes und fast einer Million Liter Whiskys. Ein weiteres großes Feuer im Jahre 1962 führte zur kompletten Umgestaltung der Brennerei. Die Brennerei selbst gehört heute der Edrington-Gruppe, aber der Glenrothes Single Malt Whisky, der dort produziert wird, befindet sich im Besitz von Berry Bros. & Rudd. Das Ganze ist das Ergebnis einer Kooperationsvereinbarung. Was ist nicht in der Flasche als Single Malt vermarktet wird, stillt die hohe Nachfrage als Leadwhisky für verschiedene Blends, u.a. für den Cutty Sark und The Famous Grouse.

Manse nennt man das Haus des Priesters der örtlichen Pfarrkirche. Dieses Gebäude heißt jetzt Rothes House und ist seit acht Generationen im Besitz der Gründerfamilie der Brennerei. Der Name "Glenrothes Manse Reserve" impliziert also, dass dies der Whisky ist der für den Pfarrer zur Seite gelegt wurde. Und jetzt, nachdem ich ihn verkostet habe, denke ich dass das Sinn macht. Der Glenrothes Manse Reserve wurde ursprünglich für den Travel-Retail-Markt aufgelegt, hat sich aber als so beliebt erwiesen, dass ihn nun auch über die normalen Kanäle vertreiben. Dieser Single Malt von Glenrothes aus der Speyside wird in amerikanischen Bourbon- und spanischen Sherry-Eichenfässern gereift und mit 43% vol. abgefüllt.

Verkostungsnotizen für den Glenrothes Manse Reserve

Farbe: Bernstein

Aroma: Reife Garten Früchte wie Äpfel und Birnen, Shortbread, Kekse und Sahne

Geschmack: Leicht, aber buttrig, Malz, Vanille und Gewürzkuchen

Abgang: Mittelang und leicht

Endlich mal ein Duty Free Whisky der wirklich zu empfehlen ist. Er bringt alles was mit sich man von einem guten Whisky erwartet und hat sich damit ein AUSGEZEICHNET verdient.


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Highland Park Leif Eriksson

Single Malt WhiskyPosted by Martin Sun, September 24, 2017 17:21:35

Highland Park, auf der Insel Orkney gelegen, ist die nördlichste Brennerei in Schottland. Der Legende nach wurde sie von dem Whisky-Schmuggler Magnus Eunson in den späten 1700s gegründet. Man sagt dass er seine Position als Kirchlicher Mitarbeiter benutzte um Whisky unter der Kirchenkanzel zu verstecken. Der Name "Highland Park" bedeutet nicht, dass sie ihren Whisky im Stil der Highlands herstellen. Benannt wurde die Brennerei nach einem Stadtteil auf der Insel Orkney. Im Charakter liegt ihr Brand irgendwo zwischen Lowland und Islay Single Malts. Der vielleicht berühmteste Whisky-Kenner aller Zeiten, Journalist Michael Jackson nannte den Highland Park: "Der größte Allrounder in der Welt des Malt Whisky"

Die Orkney-Inseln waren schon immer stark durch die nordische Kultur und Tradition beeinflusst. Der Highland Park Leif Eriksson ist ein Tribut an den berühmten nordischen Wikinger und Entdecker, der angeblich der erste Europäer war, der Nordamerika erreicht hat - 500 Jahre vor Columbus. Der Highland Park Brand, der seinen Namen trägt, ist ein köstlicher No Age Statement (NAS) Single Malt Whisky, der ursprünglich nur im Travel Retail Markt erhältlich war. Da Leif Eriksson "Amerika" entdeckt hat, ist es passend, dass sein Whisky in einer Kombination von Ex-Bourbon und Ex-Sherry Fässern von gealtert wurde.


Verkostungsnotizen Highland Park Leif Eriksson

Farbe: Geröstetes Getreide
Aroma: Duft von Körnern, Blumen und Zitrusfrucht
Geschmack: Schöne Vanillenote und Zitrusfrucht mit Heidekraut und ein bisschen Holzrauch
Abgang: Ein fast rumartiges Finish mit Noten von Espresso und verkohltem Holz

Bei dem Whisky weiß ich nicht so recht... zum einen sehr lecker und Komplex, auf der anderen Seite etwas dünn, was wohl an den nur 40% vol. Alkohol liegt. Ein paar Prozente mehr hätten ihm mit Sicherheit gut getan und wären bei dem Verkaufspreis von über 60.- € auch zu Erwarten gewesen. Daher bekommt er von mir nur ein SEHR GUT.


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Bunnahabhain 12 Jahre

Single Malt WhiskyPosted by Martin Fri, September 22, 2017 19:11:27

Die Bunnahabhain-Distillerie wurde 1881 von den Greenlees-Brüdern gebaut und öffnete erstmals 1883 ihre Pforten. Sie liegt auf der Insel Islay, hat 11 Mitarbeitern und vier Pot-Stills – neben Glenmorangie mit größten in der Whisky-Industrie.

Seit 2003 wieder im regulären Betrieb bekamen die Abfüllungen neue Verpackungen und es werden nur noch un-chilfiled Whiskeys hergestellt. Der Bunnahabhain 12 Jahre ist ein leicht getorfter Malt. Etwas untypisch für einen Islay Whisky verzichtet er auf den starken charakteristischen Torfrauch, der normalerweise in Islay Whiskys zu finden.

Neben dem leichten Rauch hat der Bunnahabhain 12 Jahre auch eine fruchtige Süße, die sich mit einem subtilen Vanille-Unterton verbindet. Es gibt auch einen schönen Touch von Seeluft, eine Hommage an die rauen Felsküsten, die diese Whisky Insel umgeben. Alles in allem ist der Bunnhabhain 12 Jahre ein Ausflug in weichere Rauchnoten mit einer Vielzahl von Aromen die sich gegenseitig ergänzen.

Verkostungsnotizen für den Bunnahabhain 12 Jahre

Farbe: Bernstein

Aroma: Früchte wie Birne und Apfel, saftig und reif, mit Vanille und nur subtile Hinweise auf Torf

Geschmack: Ein Gruß in Richtung der Küsten Islays, nussiges Getreide und leichte Fruchttöne

Abgang: Das Salz der Küste kommt mit einem lange anhaltenden Abgang, zarter Rauch vervollständigt diesen Malt.

Eine ganz andere Art von Islay Scotch im Vergleich zu den üblichen Torfbomben. Für die erfahrenen Torfliebhaber ein interessanter Ausflug, für die Neulinge in diesem Gebiet ein schöner Malt um in die Welt des Torfrauches einzusteigen. Er hat sich ein glattes SEHR GUT verdient. Slainthe!

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